No Code Beispiel – Inventory Management System

No Code Beispiel Inventory Management

In dieser Serie zeigen wir verschiedene Beispiele von Geschäftsanwendungen, welche mit No Code entwickelt werden können. Heute ist das No Code Beispiel ein Inventory Management System. Wir werden die benötigen Funktionen auflisten und abgleichen, ob diese mit No Code oder Low Code entwickelt werden können.

Los gehts 😉

Warum überhaupt ein Inventory Management System selbst mit No Code entwickeln?

Wahrscheinlich fragst du dich, warum du überhaupt ein eigenes Inventory Management System entwickeln solltest, schließlich gibt es ja schon einige SaaS-Lösungen auf dem Markt. Solltest du eine SaaS-Lösung gefunden haben, welche alle deine Anforderungen abdeckt, dann solltest du keine eigene Applikation entwickeln. Der Vorteil von SaaS-Lösungen ist, dass diese nicht selbst entwickelt werden müssen und damit deutlich geringere Kosten haben. Allerdings sind diese Systeme für ganz bestimmte Anwendungsfälle gebaut. Teilweise gibt es viel zu viele Funktionalitäten, teilweise können die Anforderungen trotzdem nicht komplett abgedeckt werden.

No Code / Low Code im Vergleich zu SaaS und Eigenentwicklung
No Code / Low Code als Beispiel im Vergleich zu SaaS und Eigenentwicklung

Je nach Use Case und SaaS-Lösung können diese auch langfristig deutlich teurer sein, als würdest du dein eigenes System entwickeln. Wenn dazu die Lösung nicht alle Anforderungen abdeckt, liegt der Gedanke ein eigenes System zu entwickeln gar nicht so fern.

Die Eigenentwicklung ist viel zu teuer, oder?

Softwareentwicklung kann richtig teuer und aufwendig werden. Jeder IT-Projektleiter wird diese Aussage bekräftigen. Ein Softwareprojekt kann locker schnell über 100.000 € kosten. Das können sich die meisten Firmen nicht leisten und es entsteht auch kein positiver Businesscase für ein eigenes Inventory Management System.

Die Lösung für dieses Problem heißt No Code / Low Code

Mit No Code / Low Code Entwicklungen können Softwareprojekte jedoch deutlich schneller und damit kostengünstiger entwickelt werden. Im Schnitt sagt man, dass die Softwareentwicklungskosten mit No Code / Low Code nur 1/7 der Kosten aufweisen, als wenn alles selbst programmiert werden muss. Das variiert natürlich sehr stark, je nach Projektumfang und Vorarbeit.

Aber kann ich mit No Code / Low Code überhaupt alle Funktionen abdecken, welche ich für ein Inventory Management System benötige? Genau das schauen wir uns jetzt bei unserem No Code Beispiel an.

Welche Funktionen werden benötigt für das Inventory Management System?

In der folgenden Liste, zeige ich einige Funktionen auf, welche üblicherweise in einem Inventory Management System benötigt werden.

Grundlegende Funktionen

  • Benutzerverwaltung
  • Rollen- und Rechtesystem
  • Hosting-Infrastruktur und Deployment-Umgebung

Spezifische Funktionen (Beispielauszug)

  • Anlegen und Verwalten von neuen Produkten
  • Anlegen und Verwalten von neuen Kunden
  • Integration von verschiedenen Verkaufskanälen (ebay, Amazon, Shopify)
  • Integration von verschiedenen Beizahlkanälen (Stripe, Paypal)
  • Automatisiertes Auslösen von Bestellungen
  • Reporting über die aktuelle Lagermenge
  • Reporting über alle Verkäufe, Umsätze, Gewinnaussicht

Natürlich sind das nicht alle Funktionen. Das Ziel dieses Artikels ist jedoch einen Überblick zu geben, welche Funktionen mit No Code / Low Code entwickelt werden können. Die Liste ist damit nicht vollständig.

Wie können diese Funktionen mit No Code / Low Code umgesetzt werden?

Es gibt No Code und Low Code Plattformen wie Sand am Meer. Aktuell ist es für Neulinge wirklich schwer zu entscheiden, welche No Code Plattform die richtige ist. Wir haben dafür einen kleinen Guide geschrieben, welche dir hilft, die richtigen Anforderungen zu formulieren und damit die passendste Plattform zu finden.

Für dieses No Code Beispiel verwenden wir die Plattform Bubble.io für einen bestmöglichen Vergleich.

Grundlegende Funktionen einfach mit No Code umsetzen

Das wirkliche tolle an den No Code / Low Code Plattformen ist, dass sie dir unendlich viel Arbeit abnehmen, die Grundfunktionalitäten bereitzustellen. Du musst dir keine Gedanken ums Hosting oder Deployment machen. Das ist direkt mit dabei und absoluter Standard.

Benutzerverwaltung & Rollen- und Rechtesystem

Hier zeigen sich bereits erst Unterschiede bei den No Code Plattformen. Es gibt einige Plattformen, welche keine eigene Benutzerverwaltung haben. Das ist jedoch bei Bubble.io nicht der Fall. Standardmäßig wird eine Benutzerverwaltung zur Verfügung gestellt. Diese beinhaltet alle Standardfunktionen wie Benutzerregistrierung, Einloggen, Passwortrichtlinien und vieles mehr.

Kurz gesprochen, alles, was wir für unser No Code Beispiel benötigen, stellt Bubble.io zur Verfügung.

Solltest du nicht die Benutzerverwaltung von Bubble nutzen wollen, ist das auch kein Problem. Du kannst mit Auth0 dein eigenes Benutzerverwaltungssystem aufsetzen und nutzen. Hier findest du ein YouTube Tutorial von uns dazu.

Mit Bubble.io kannst du ebenfalls ein eigenes Rollen- und Rechtesystem entwickeln. Je nach Komplexität kann dies innerhalb von wenigen Stunden erfolgen. In unserem Fall reicht uns ein einfaches Rollen- und Rechtesystem mit 3-4 verschiedenen Benutzerrollen.

Spezifische Funktionen einfach mit No Code umsetzen

Die Grundfunktionalitäten sind mit einer No Code Plattform wie Bubble.io also möglich. Wie sieht es jedoch mit den spezifischeren Funktionen aus?

Anlegen und Verwalten von Kunden und Produkten

Grundsätzlich lässt sich mit No Code jegliche Art von Datenbankstruktur aufbauen. Du kannst damit alle Arten von Objekte mit Attributen und Beziehungen erstellen. Zusätzlich sind alle CRUD (Create, Read, Update, Delete) – Operationen ebenfalls mit Bubble.io kein Problem. Bei dem Interface kannst du alles völlig frei entwickeln. Manche Plattformen geben zusätzlich Templates in Form von Blöcken vor.

No Code Beispiel Produktansicht Inventory Management
Produktansicht vom Inventory Management System

Alle sind nur Beispieldaten. Natürlich können diese individuell angepasst werden.

Neue Produkte oder Kunden anzulegen ist ebenfalls kein Problem. Wie konkret der Vorgang der Anlage aussieht, ist völlig individuell. Beispielsweise können neuen Datenobjekte auch über CSV-Uploads oder die Rest-API erstellt werden. In diesem Beispiel nutzen wir ein Pop-Up für das Anlegen neuer Kunden oder Produkte.

Anlage eines Produktes mit einem Pop-Up
Anlage eines Produktes mit einem Pop-Up

Integration von verschiedenen Verkaufskanälen

Solange dein Verkaufskanal eine Rest-Schnittstelle hat, gibt es auch hier keine Probleme. Du kannst die API-Anbindung entweder komplett selbst entwickeln oder du nutzt ein Plug-In dafür. Wir haben selbst ein eigenes Plug-In für die Amazon Seller Central API entwickelt.

Du kannst anschließend die Daten speichern oder nur anzeigen.

Integration von verschiedenen Beizahlkanälen

Wie bereits geschrieben, gibt es auch hier keine Probleme, solange es eine Rest-Schnittstelle gibt. Gerade Stripe hat eine sehr gute API mit vielen Funktionen und einer guten Dokumentation. Mit Webhooks kannst du zusätzlich auf Zahlungsänderungen (z.B. wenn die Zahlung nicht durchgeführt werden konnte) in deiner Anwendung reagieren.

Die Stripe kann damit nicht nur für Zahlungen genutzt werden. Sie liefert zusätzlich Informationen über alle Zahlungsvorgänge.

Automatisiertes Auslösen von Bestellungen

Ein sehr großer Vorteil von Bubble.io ist, dass du keine Drittdienste wie Zapier oder Integromat benötigst. Mithilfe von sogenannten Backend-Workflows ist es möglich Prozesse automatisieren. Damit kann beispielsweise eine Bestellung automatisch ausgelöst werden, wenn ein Mindestlagerbestand unterschritten ist. Zusätzlich hast du viele Möglichkeiten deine Arbeitsabläufe zu automatisieren und Zeit zu sparen. Ganz individuell an dein Unternehmen angepasst.

Reporting über aktuelle Lagermenge oder Umsätze

Mit No Code Anwendungen kannst du die Darstellung deiner Daten individuell gestalten. Beispielsweise kannst du eine Tabelle erstellen, welche die entsprechenden Daten (z.B. Lagermenge) anzeigt. Du kannst die vorgefertigten Charts nutzen oder auch eigene Charts bauen (mit Programmierung). Zusätzlich kannst du auch einschränken, wer welche Daten sehen darf und welches Reporting wie zugänglich gemacht wird.

Was ist der nächste Schritt?

Natürlich sind die oben genannten Funktionen nur Beispiele. Diese können beliebig ergänzt und angepasst werden. Bist du jetzt vom Fieber gepackt, dann kann es ja direkt losgehen.

Welche nächsten Schritte kannst du jetzt gehen?

  1. Du lernst eine eigene Anwendung mit No Code zu entwickeln.
  2. Du nutzt ein vorgefertigtes Template und passt es an. Dafür sind jedoch auch grundlegende Kenntnisse notwendig.
  3. Du beauftragst eine No Code Agentur wie die Biberei, um dein Produkt zu entwickeln.

Welche du Entscheidung du auch triffst, die Biberei kann dich dabei unterstützen. Entweder durch unseren YouTube Kanal, unsere Templates oder unsere No Code Entwicklung & Beratung.

Gerade für das Thema Inventory Management gibt es ein bestehendes Template, welches du nutzen kannst. Bitte kontaktiere uns vor dem Kauf, um etwaige Fragen zu klären.