Digitales Shopfloor Management mit Low Code

Digitales Shopfloor Management mit Low Code

In diesem Artikel zeigen wir auf, wie die Entwicklung von Individualsoftware mit Low Code erschwinglich werden kann. Als Beispielanwendung nutzen wir ein digitales Shopfloor Management. Es ist eine sehr wichtige Aufgabe für jedes Produktionsunternehmen, die wichtigsten Kennzahlen für jeden zugänglich auf einen Blick zu haben. Für dieses Beispiel haben wir einige Funktionalitäten entwickelt, welche jedoch nicht vollständig sind. Es soll Inspiration geben für deine Individualanwendung. Mit diesem Artikel wollen wir vor allem zeigen, welche Power Low Code Technologien haben, aber auch wo ihre Grenzen sind.

Wie passt Low Code in den Kontext von SaaS Anwendungen für digitales Shopfloor Management?

Wenn du dich bereits mit dem Thema digitales Shopfloor Management beschäftigt hast, wirst du wissen, es gibt bereits einige SaaS-Lösungen am Markt. SaaS steht für Software as a Service. SaaS-Lösungen sind kostengünstige Möglichkeiten, Prozesse zu digitalisieren und Software zu nutzen, um Unternehmensprozesse zu unterstützen. Wir sind ein großer von SaaS-Lösungen und nutzen diese selbst in unserer täglichen Arbeit.

Was bedeutet SaaS?

Die Idee ist, dass gleiche Funktionen für eine Mehrzahl an Unternehmen und Usern zur Verfügung gestellt werden. Der Kunde bezahlt hierbei nicht die Entwicklung der Software, sondern eine Nutzungsgebühr. Diese ist meist monatlich und Userabhängig. Der große Vorteil von SaaS-Lösungen ist also, dass sie kostengünstig sind, keine Entwicklungszeit benötigt wird. Die Software ist bereits entwickelt und ist bereit für die Nutzung. Allerdings bieten die meisten Lösungen keine Möglichkeit zur Individualisierung an. Das ist auch total sinnvoll für die Anbieter. Schließlich sollen die Funktionalitäten für eine Vielzahl von Unternehmen und Usern zur Verfügung stehen. Natürlich gibt es innerhalb der Funktionen Einstellungsmöglichkeiten. Es wird jedoch sehr schwer, eine spezifische Funktion vom Anbieter entwickelt zu bekommen.

Dann bleibt nur die Individualentwicklung?

Die Individualentwicklung von Softwarelösungen für ein digitales Shopfloor Management ist das andere Extrem von SaaS-Lösungen. Während der Individualisierung hier keine Grenzen gesetzt sind, gibt es leider auch Grenzen beim Budget und Zeit. Das Dashboard, die Eingabemöglichkeiten als auch die technischen Integrationen werden von SW-Entwicklungsteams entwickelt. Auch wenn eine Individualentwicklung sich am Anfang als wenig Arbeit anhört, der Teufel steckt im Detail. Zur Softwareentwicklung gehören auch grundlegende Prozesse und Funktionen. Das fängt beim Deployment an und hört beim Berechtigungsmanagement auf.

Der Vorteil ist jedoch ganz klar. Es gibt eine Lösung, welche im besten Fall zu 100 % auf die Probleme und das Unternehmen zugeschnitten ist.

Kann Low Code beide Welten vereinen?

Mit Low Code können die Vorteile von beiden Welten genutzt werden. Es ist möglich, Individuallösungen zu entwickeln, ohne 6-stellige Beträge ausgeben zu müssen. Wie das funktioniert? Wir nutzen Standardkomponenten und Technologien, welche es erlauben, auch ohne Programmierung Applikationen zu entwickeln. Diese Plattformen wiederum sind SaaS-Lösungen jedoch mit dem Ziel, Individuallösungen zu entwickeln. Das klingt erst mal zu schön, um wahr zu sein. Es ist aber wirklich so schön 😉

Einordnung Low Code Anwendungen im Vergleich zu SaaS und traditioneller SW-Entwicklung für ein digitales Shopfloor Management
Einordnung Low Code Anwendungen im Vergleich zu SaaS und traditioneller SW-Entwicklung für ein digitales Shopfloor Management

Mit einfachen Worten. Mit Low Code kannst du dir deine Lösung für ein digitales Shopfloor Management entwickeln. Individuell und komplett auf dein Unternehmen zugeschnitten. Allerdings benötigst du nur 1/6 der Zeit und Kosten im Vergleich zur traditionellen Programmierung.

Wie sind Low Code Plattformen aufgebaut?

Es gibt unterschiedliche Softwaretools im Low Code Bereich. Es gibt Anbieter, welche ganz spezifische Anwendungsfälle abdecken. Beispielsweise die Datenspeicherung. Einige Anbieter sind sehr stark in der Automatisierung von Prozessen. Wenn wir von Low Code Plattformen reden, sprechen wir von Anbietern, welche eine Entwicklung von Webapplikationen oder Apps ermöglichen. Ein möglicher Anbieter, mit dem wir sehr gerne anbieten, ist Bubble.io.

Eine Applikation besteht in der Regel aus drei unterschiedlichen Schichten. Die oberste Schicht ist die Präsentationsebene. Hier geht es um das Interface zum Kunden. Das kann eine Website sein oder auch die App, welche heruntergeladen wird. Die zweite Schicht beschreibt die Business-Logik. Hier werden die Daten verarbeitet mithilfe von beispielsweise Workflows. In der untersten Schicht geht um die Datenspeicherung. Hier werden die Daten in entsprechenden Datenbanken gespeichert. Das ist eine sehr einfache Erklärung. Das Ziel soll es sein zu zeigen, wie eine Applikation anhand der unterschiedlichen Schichten aufgebaut ist. In der folgenden Grafik zeigen wir eine Zuordnung zwischen der klassischen 3-Tier-Architektur und einer Low Code Plattform.

3-Tier-Architektur und Low Code Plattform

Das Schöne an dieser 3-Tier-Architektur ist, dass Sie weiter ausgebaut werden kann. Beispielsweise können Drittsysteme wie beispielsweise ERP-Systeme über APIs in die Workflows integriert werden. Eine offene Plattform ist dabei die Grundvoraussetzung für dieses Vorhaben. Wir arbeiten daher ausschließlich mit Low Code Plattformen, welche dies unterstützen. Die Integration erfolgt dabei von beiden Seiten. Ich kann sowohl Drittsysteme integrieren als auch mein System in andere Systeme integrieren. Das ist gerade für interne Applikationen wie ein digitales Shopfloor Management sehr wichtig.

Welche Funktionalitäten können umgesetzt werden?

Grundsätzlich können alle Funktionen umgesetzt werden. Schließlich ist das die Idee bei der Entwicklung von Individualsoftware. Für eine bessere Vorstellungen, haben wir ein paar erste Funktionen demohaft entwickelt. Diese haben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Es handelt sich um eine Demo-Anwendung.

Reklamationsmanagement

Beim Reklamationsmanagement können sowohl Reklamationen erstellt werden als auch je nach Filter Reklamationen angezeigt werden. Dabei können alle Eigenschaften und Grafiken komplett nach eigenen Wünschen erstellt werden. Die hier gezeigten Grafiken sind die Standardgrafiken. Der Individualisierung sind jedoch keine Grenzen gesetzt.

Übersicht Reklamationsverwaltung
Reklamationseingabe für ein digitales Shopfloor Management.
Eingabe von Reklamationen

Liefertreue

Bei der Liefertreue soll analysiert werden, wie viele Produkte bereits produziert worden sind. Es wird also die Soll-Produktion mit der Ist-Produktion abgeglichen. Noch dazu gibt es eine Grafik über die aktuelle Lagemenge.

Darstellung der Liefertreue für ein digitales Shopfloor Management.
Übersicht der aktuellen Liefertreue

Aktueller Produktionsstatus mit QR-Code

Sobald die Soll-Produktion für den jeweiligen Tag und das entsprechende Produkt geplant wird, kann für jeden Vorgang ein QR-Code erstellt werden. Dieser QR-Code enthält diesen eindeutigen Produktionsvorgang aus Datum und Produkt. Es können noch weitere Attribute hinzugefügt werden. Bei jedem Scannen des QR-Codes mit der Applikation kann nachvollzogen werden, an welchem Produktionsstatus das Produkt sich aktuell befindet. Noch dazu kann damit nachvollzogen werden, wie viele Produkte bereits fertig produziert sind. Alle Informationen sind in Echtzeit verfügbar und niemand muss manuell zusätzliche Zahlen hinzufügen.

Schichtplanung

Bei der Schichtplanung handelt es sich um eine ganz simple Schichtplanung. Das ersetzt kein HR-System, das ist auch nicht der Anspruch. Es soll viel mehr Auskunft geben, ob genug Mitarbeiter für die entsprechende Schicht eingeplant sind.

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Einfache Schichtplanung für ein digitales Shopfloor Management

Wie sieht der Business-Case aus für ein digitales Shopfloor Management mit Low Code?

Jetzt ist natürlich die spannende Frage, was die Entwicklung einer Individuallösung mit Low Code kostet. Das hängt natürlich ganz stark davon ab, welche Funktionen gewünscht sind. Für eine bessere Planung und Kostentransparenz bietet die Biberei die Entwicklung in verschiedenen Blöcken an. Hier kannst du mehr über unsere Leistungen erfahren.

Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass die Entwicklung mit Low Code nur 1/6 der Kosten verursacht. Wenn also die Entwicklung einer Individuallösung mit 60 Tagen angesetzt wird mit einem Tagessatz von 900 € ergeben sich Kosten in Höhe von 54.000 €. Noch dazu kommt die SW-Wartung, welche mit 2 Tagen berechnet wird. Mit der Entwicklung mit Low Code ergeben sich einmalige Kosten von 9000 €. Die Wartungskosten sind ebenfalls geringer und können mit einem Tag berechnet werden. Dazu kommen monatliche Lizenzkosten an den Low Code Anbieter. In unserem Beispiel sind das ca. 115 € pro Monat. Die monetären Vorteile liegen hier klar auf der Hand.

Du bist auf den Geschmack gekommen und möchtest eine Individuallösung für dein digitales Shopfloor Management entwickeln? Kontaktiere uns gerne. Wir machen Mut für Digital.